Herbst 1998
Mehr Demokratie e.V. beginnt mit dem Aufbau eines Bündnisses für bundesweite Volksabstimmungen.
Die Rot-Grüne Koalition nimmt die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid als Ziel in den Koalitionsvertrag auf. CSU-Chef Edmund Stoiber erklärt, er werde dieses Anliegen unterstützen.
Sommer 2000
Die FDP spricht sich auf ihrem Bundesparteitag in Nürnberg für Volksentscheide aus.
März 2001
Der Parteivorstand der SPD verabschiedet nach Vorlage der Arbeitsgruppe Eckpunkte für die Volksgesetzgebung. Generalsekretär Müntefering lädt die anderen Bundestagsparteien für Gespräche ein. Die CDU lehnt ab.
Frühjahr/Sommer 2001
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Jürgen Rüttgers, spricht sich wie auch schon der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und der bayerische Innenminister Günter Beckstein für bundesweite Volksentscheide aus.
3. Mai 2001
Auftaktaktion in Berlin: Vor dem Dom wird ein verhüllter "Omnibus für direkte Demokratie" von einem Kran auf die Erde gelassen und enthüllt. Motto: "Eine Idee kommt ins Rollen."
Von Berlin startet der Omnibus seine Reise durch die Republik, die ihn bisher schon in 250 Orte führte.
22. Mai 2001
Mit dem ersten bundesweiten Aktionstag in fast allen Landeshauptstädten startet "Menschen für Volksabstimmung" in der Fläche.
17. August 2001
Einreichung der Volksinitiative "Mehr Demokratie in Brandenburg" mit 29.000 Unterschriften. Mit dem Antrag fordern wir die Landesregierung auf, sich im Bundesrat für Volksentscheide im Grundgesetz zu engagieren. Die Initiative wird im November vom Landtag abgelehnt.
27. Oktober 2001
Zweiter bundesweiter Aktionstag "Gelbe Karte für Rot-Grün! Volksabstimmung jetzt!" in 47 Städten. Wir kritisieren, dass die Koalition noch immer keinen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht hat. Die Grünen kündigen daraufhin an, es werde auf jeden Fall noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetzentwurf für Volksentscheide in den Bundestag eingebracht.
22. November 2001
Erster Stichtag unserer Unterschriftensammlung. Es liegen 50.000 Eintragungen vor. Damit haben wir unser erstes Etappenziel erreicht.
25. November 2001
Die CDU Saarland fordert auf ihrem Landesparteitag als erster Landesverband der Union mit großer Mehrheit die Einführung bundesweiter Volksbegehren und Volksentscheide.
Dezember 2001
Das Bündnis "Menschen für Volksabstimmung" ist auf 80 Verbände angewachsen.
9. Februar 2002
SPD und Grüne präsentieren nach neun Monaten Verhandlungen ihre Eckpunkte für den bundesweiten Volksentscheid.
12. Februar 2002
Auf einer Bundespressekonferenz stellen wir vor fast 50 Journalisten das Bündnis "Menschen für Volksabstimmung" der Öffentlichkeit vor.
12. März 2002
SPD und Grüne legen den Gesetzentwurf für Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide vor. Die CDU bekräftigt ihre Ablehnung des Vorhabens.
16. März 2002
Dritter bundesweiter Aktionstag: In knapp 50 Städten laden wir unter dem Motto "Licht an! Das Volk ist kein Gespenst" Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU zum öffentlichen Gespräch ein.
21. März 2002
Erste Lesung des von SPD und Grünen eingebrachten Gesetzentwurfes für Volksentscheide.
ab April 2002
Mehr Demokratie startet zahlreiche Aktionen, um die CDU/CSU doch noch zur Zustimmung zum Volksentscheid zu bewegen.
19. April 2002
Anhörung im Innenausschusses des Bundestages zur Volksabstimmung. Acht von zehn Experten äussern sich positiv. Tim Weber vertritt Mehr Demokratie auf der Anhörung.
25. Mai 2002
Vierter bundesweiter Aktionstag unter dem Motto "Volksabstimmung? Wir stellen die Vertrauensfrage". Wir fragen die Abgeordneten von CDU/CSU und FDP nach ihrer Haltung zur direkten Demokratie. 40 Aktionskreise beteiligen sich.
4. Juni 2002
Vor dem Reichstag in Berlin überreichen wir in Namen des Bündnisses "Menschen für Volksabstimmung" einen Aufruf an Bundestagspräsident Thierse. Bisher haben 76.000 Bürgerinnen und Bürger für unsere Initiative unterschrieben.
7. Juni 2002
Erstmals erhält die Volksabstimmung im Bundestag mit den Stimmen von SPD, Grünen, PDS und Teilen der FDP eine deutliche Mehrheit. Trotzdem scheitert der Vorstoß am Nein der CDU/CSU-Fraktion, die nötige Zweidrittel-Mehrheit wird nicht erreicht.
Oktober 2002
Die wiedergewählte rot-grüne Koalition einigt sich auf einen neuen Anlauf zur Einführung bundesweiter Volksentscheide.
November 2002
100.000 Bürgerinnen und Bürger haben für "Menschen für Volksabstimmung" unterschrieben.
13. März 2003
Die Initiative "Menschen für Volksabstimmung" endet mit der Übergabe der Unterschriften an den Bundestag.
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