Chronik 1: 1/96 - 4/04
| Datum | Beschlüsse und Entscheidungen: Direkte Demokratie |
Beschlüsse und Entscheidungen: Stadt, Gerichte, Proteste |
Verfahren "Weltkulturerbe" bei der Unesco |
|---|---|---|---|
| Januar 1994 | Die Dresdner Stadtverordnetenversammlung (heute: "Stadtrat") beschließt Verkehrskonzept, in welchem die Notwendigkeit einer weiteren Elbeüberquerung festgestellt wurde. (Mehrheiten: 81 Ja, 4 Nein, 6 Enthaltungen) | ||
| November 1995 | Der Sächsische Wirtschaftsminister stellt in einer "Dresden-Konferenz" fest, dass nur eine Waldschlösschenbrücke vom Freistaat Sachsen gefördert würde. | ||
| Mai 1996 | Der CDU-Oberbürgermeister initiiert"Brücken-Workshop", bestehend aus 52 Teilnehmern, wovon 28 "stimmberechtigt" waren. 17 der 28 teilnehmenden und stimmberechtigten Personen votieren für eine 4-spurige Waldschlößchenbrücke | ||
| Juni 1996 | Der Oberbürgermeister legt dem Stadtrat einen Beschlußentwurf für den Bau der Waldschlößchenbrücke vor. Der Entwurf erreicht keine Mehrheit. | ||
| August 1996 | Der Dresdner Stadtrat beschließt den Bau einer einzigen zweispurigen Brücke am Standort "Waldschlösschen" ohne Tunnel. | ||
| August 1996 | Dresdner Bürger starten ein Bürgerbegehren für die Alternative "Mehrbrückenkonzept". Die PDS-Delegiertenkonferenz beschließt das Bürgerbegehren zu unterstützen. | ||
| Oktober 1996 | Initiatoren für das Bürgerbegehren "Mehrbrückenkonzept" übergeben 23.000 Unterschriften. | ||
| März 1997 | Der Stadtrat beschließt Zulässigkeit des Bürgerbegehrens "Mehrbrückenkonzept". Der Oberbürgermeister legt Widerspruch ein. | ||
| Mai 1997 | Aufgrund einer Beanstandung des Regierungspräsidiums Dresden hebt der Dresdner Stadtrat seinen vorausgegangenen Beschluss auf und erklärt das Bürgerbegehren für unzulässig. | ||
| Dezember 1997 | Der Brücken-Entwurf eines Berliner Architekten- und Ingenieurbüros geht aus einem Wettbewerb als Sieger hervor und ist bis heute gültig. | ||
| Juli 2000 | Das Regierungspräsidium Dresden gibt die Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der Waldschlößchenbrücke bekannt. Wesentlicher Grund war dabei die prognostizierte Überschreitungen der Lärmgrenzwerte. | ||
| November 2000 | Der Oberbürgermeister setzt den ersten Spatenstich für den Bau der Waldschlößchenbrücke | ||
| Februar 2003 | Der Antrag Dresdens zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste. Dem Antrag war eine Kurzbeschreibung des Projektes Waldschlößchenbrücke beigefügt | ||
| September 2003 | Evaluierung des Unesco-Antrages durch den finnischen Architekten Jukka Jokiletho | ||
| Februar 2004 | Die Planfeststellung wird vom Regierungspräsidium Dresden unter Auflagen erteilt. | ||
| März 2004 | Der Evaluierungsbericht des Antragsverfahrens für das UNESCO-Welterbe "Dresdner Elbtal" gibt falsche Lage der neu geplanten Brücke an (5km-Entfernung statt 2,5km-Entfernung vom Stadtzentrum). | ||
| April 2004 | Mehrere Klagen gegen die Planfeststellung werden eingereicht |
Quellen und weitere Informationen
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